Woran erkennt man seriöse Heimarbeit?

Man kann leider nicht immer auf den ersten Blick erkennen, ob eine Heimarbeit seriös ist oder nicht. Die Versprechungen die gemacht werden, unabhängig von der Branche, sind bei allen natürlich super, aber was steckt wirklich dahinter?

Wie können Sie sich davon überzeugen, daß es sich um seriöse Heimarbeit handelt?

Habe ich einen persönlichen Ansprechpartner?

Sie sollten als erstes schauen, daß Sie Ihren zukünftigen Arbeitgeber oder Auftraggeber erreichen können und das nicht nur per Email, sondern auch persönlich. Sie werden im Vorfeld einige Fragen haben, die Sie beantwortet haben möchten und wenn man dann im Impressum schaut, sollte dort auch einen Telefonnummer eines Arbeitgebers vorhanden sein. Finden Sie diese Nummer nicht, dann sollten Sie einmal darüber nachdenken, warum nicht? Werden an Interessenten nur standardisierte Emails verschickt, die nichts sagend sind? Das sollte Sie stutzig machen.

“Gier frisst Hirn” ausschalten

Der Spruch “Gier frisst Hirn” trifft leider im Bereich der Heimarbeit immer wieder zu. Wenn Ihnen jemand verspricht, Geld im Schlaf zu verdienen oder durch nichts tun reich zu werden, dann kann das ganz einfach nicht stimmen. Das Wort Heim-”ARBEIT” sagt es schon, man arbeitet für das Geld und kein Unternehmen kann Geld verschenken. Und wenn Ihnen wieder irgendwelche schnell reich Programme angeboten werden wo Ihnen die Autoren erzählen wollen wie Sie z.B. 500.000,- Euro in 3 Monaten verdienen, fragen Sie sich, warum diese Leute diese Programme nicht selber nutzen, da Sie Ihnen doch ein E-Book für z.B. 27,- Euro verkaufen wollen. Also einfach mal mit ein bisschen Grips drüber nachdenken, ob das was man Ihnen anbietet auch realistisch sein könnte. Außerdem wird seriöse Heimarbeit von den Firmen in der Regel ohne Geldvorleistung angeboten.

Informationen

Was für Informationen bietet man Ihnen im Vorfeld an? Bekommen Sie alle Infos die Sie benötigen, ohne eine Emailadresse, Telefonnummer oder sonstige Angaben zu Ihrer Person zu hinterlassen? Oder haben Sie den Eindruck, man möchte Ihnen nur Infos geben, wenn Sie im Vorfeld viel von sich selber preisgeben?

Folgende Rahmendaten sollten Sie im Vorfeld auf jedenfall abklären:

  • handelt es sich um eine Festanstellung, Teilzeitvertrag, freiberufliche Tätigkeit, 400 Euro Job und was ist die Vergütung? Festes Gehalt oder Bezahlung nach Stunde? Projektbezogen?
  • Was genau sollen Sie tun um die oben genannte Vergütung zu erhalten? Lassen Sie sich eine konkrete Arbeitsbeschreibung geben.
  • Müssen Sie erst etwas investieren, bevor Sie anfangen dürfen Geld zu verdienen?
  • Die genauen Daten des Arbeitgebers und des für Sie zuständigen Ansprechpartners

Recherche

Da Sie wie Sie gerade unter Beweis stellen auch Blogs lesen, scheinen Sie ja ein internetaffiner Mensch zu sein, nutzen Sie also das naheliegenste aus um Infos über die Branche den Anbieter und die Tätigkeit zu bekommen. Nutzen Sie die Internetsuche, am besten mit der Firmenbezeichnung und dem Zusatz “Erfahrungen” oder “Test”, Sie werden sich wundern, wie viele verschiedenen Meinungen Sie dadurch bekommen.

Ebenfalls sollten Sie sich alle gemachten Angaben und auch die AGBs sehr aufmerksam durchlesen. Sind dort Aussagen zu finden die man verschiedenermaßen interpretieren kann? Hat der Anbieter sich sehr ungenau ausgedrückt? Hier ist dann wieder auf den oben genannten Punkt der direkten Kontaktaufnahme hinzuweisen. Lassen Sie sich Aussagen die am Telefon konkret besprochen wurden noch einmal schriftlich mitteilen. Seriöse Arbeitgeber schätzen es wenn Ihre Mitarbeiter genau sind und auch mal Dinge hinterfragen, dadurch lässt sich in der Regel kein Arbeitgeber abschrecken. Sollte das dennoch der Fall sein, dannn sollten Sie sich fragen warum das so ist.

Am wichtigsten sollte Ihnen aber immer noch Ihre eigenen Meinung sein, und wenn Sie die oben genannten Punkte beherzigen, dann werden Sie nicht zu den Leuten gehören, die über den Tisch gezogen werden.

3 Kommentare

  1. Sarah sagt:

    Da hast du auf jeden Fall recht, man muss gut aufpassen, dass man nicht so ein eBook oder einen anderen quatsch angedreht bekommt.

  2. Jule sagt:

    Nicht bei allen Seiten, wo man Geld verdienen kann oder bei allen Angeboten für Freelancer steckt ein deutscher Auftraggeber mit einem deutschem Impressum dahinter!
    Beispielsweise gibt es die (englisschprachige) Seite “freelancer.com”. Dort gibts für alle möglichen Arten von Arbeit Angebote, vom Texter bis hin zum Programmierer wird dort in allen Sprachen der Welt angeboten. Es ist sogar verboten, auf dieser Plattform die Kontaktdaten auszutauschen, man wird also eher nicht mit dem Auftraggeber in Kontakt kommen, wenn man sich an die bedingungen hält. Trotzdem ist der Lohn dort oft deutlich besser, als bei den deutschen Texterjobbörsen wie content.de oder so.
    Auch wenn ihr mit Photoshop oder Programmierung gut umgehen könnt, macht diese Seite wirklich Sinn – hat aber kein Ipressum AFAk.
    Das gleiche gilt für meine Art zu Arbeiten – kaum einer meiner “Aufftraggeber” hat ein deutsches Impressum und die Kontaktdaten, welche mehr als nur Chat oder E-Mail beinhalten, habe ich dann auf entsprechenden Fachmessen bekommen oder nach dem ich mich bewehrt hatte.
    Nicht alles, was nicht deutsch ist, ist auch Betrug!
    Allerdings stimme ich dir zu, das man stehts nochmal google befragen sollte, bevor man anfängt zu arbeiten.
    Das gleiche gilt für deine Todoo – Liste, die man in jedem Falle abarbeiten sollte, bevor man mit dem Job anfängt – in der Regel sind die meisten angebote allerdings freiberufliche Angebote.
    Ebooks kaufen macht keinen Sinn, da hast du auch recht.

    • Kerstin sagt:

      Hallo Jule,

      da magst du recht haben, aber die meisten landen doch auf deutschen Seiten, bei denen ist Impressum Pflicht. Sollte aber kein IMpressum da sein, egal von woher die Seite kommt, dann immer nach Erfahrungsberichten suchen. Solange man im Vorfeld kein Geld investieren soll, lohnt es sich sicherlich auch mal ausländische Seiten auszuprobieren, da gebe ich dir Recht.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *